Überschrift 1
Zusätzlich wurde geprüft, ob sich bei der Bewertung der dargestellten Aussagen durch die Befragten Unterschiede aufgrund soziodemografischer Merkmale ergeben. Dabei zeigten sich keine wesentlichen Unterschiede zwischen den Bewertungen von Männern und Frauen, da beide Geschlechter die entsprechenden Items weitgehend gleich beurteilen. Auch hinsichtlich des Alters sind nur geringe Differenzen festzustellen. Ein leicht positiver Zusammenhang zeigt sich hingegen mit dem Bildungsgrad: Personen mit höherer Bildung stimmten Aussagen zur wahrgenommenen Gleichbehandlung tendenziell stärker zu.
Auch hinsichtlich der Unternehmensmerkmale sind Unterschiede in den Bewertungen der Befragten nur in geringem Maße zu verzeichnen. Eine recht gleichmäßige Steigerung der Zustimmung lässt sich dabei im Zusammenhang mit der Betriebsgröße für die Aussage beobachten, dass Vielfalt im Unternehmen als Vorteil angesehen wird, beobachten (Diagramm 2). Dieser Befund legt nahe, dass größere Unternehmen tendenziell stärker auf die Vorteile von Vielfalt setzen. Mögliche Erklärungen hierfür könnten in strukturellen Faktoren liegen, etwa in etablierten Diversitätsstrategien, professionellen Personalentwicklungsprozessen oder einer höheren Sensibilisierung für eine inklusive Unternehmenskultur. Dies ist wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass größere Organisationen aufgrund ihrer Größe auch in der Regel auch mehr Vielfalt in der Belegschaft aufweisen und auch eher über die nötigen Ressourcen und institutionellen Rahmenbedingungen verfügen.
Bei der Bewertung von Vielfalt als Vorteil zeigt sich außerdem ein Unterschied, zwischen Beschäftigten, die oft bzw. immer von zu Hause oder unterwegs arbeiten (58,5 Prozent stimmen der Aussage eher bzw. voll und ganz zu) und denen, die dies nicht tun (47,5 Prozent stimmen der Aussage eher bzw. voll und ganz zu). Hier wirkt sich möglicherweise auch eine grundsätzliche Ausrichtung der Unternehmenskultur aus, Arbeitsbedingungen zu schaffen, die den Bedürfnissen und Wünschen der

